Von Marianne Schulze
Februar 2007
Der EU-Beitritt Rumäniens beflügelte bereits im Vorfeld den Immobilieninvestmentmarkt. Waren es anfangs vor allem österreichische Unternehmen, die den Schritt auf den Markt wagten, so hat sich inzwischen das Spektrum deutlich erweitert.
Auch wenn noch an manchen Stellen Verbesserungsbedarf besteht, um europäischen Standards gerecht zu werden – seit 1. Januar 2007 ist Rumänien Mitglied der Europäischen Union. Das mit rund 22 Millionen Einwohnern nach Polen zweitgrößte der mittel- und osteuropäischen Mitgliedsländer hat sich politisch stabilisiert und weist ein Wirtschaftswachstum auf, das nach dem Einbruch 2005 als Folge der Hochwasserkatastrophe im Frühjahr und Sommer wieder an Fahrt zulegt und sich über fünf Prozent bewegt. Ein Motor ist der steigende private Konsum, gefördert durch steigende Realeinkommen und sinkende Arbeitslosigkeit. Lange Zeit warb das Land mit seiner Vielzahl gut ausgebildeter Arbeitskräfte – inzwischen macht sich mancherorts bereits ein Mangel an qualifizierten Mitarbeitern bemerkbar.
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Foto (oben): Las Vegas in Fernost – das ist Macau. Im vergangenen Jahr übertrafen die Umsätze in den Spielkasinos hier erstmals das amerikanische Vorbild.
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Generell wird das Investitionsklima in Rumänien positiv beurteilt – das ist zumindest das Ergebnis der jüngsten Befragung der WBF/GTZ Programm für Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in Rumänien unter deutschen Investoren. Immerhin 75 Prozent beurteilen das Investitionsklima als sehr gut bis überwiegend positiv, ebenso sehen 82 Prozent die gesamtwirtschaftlichen Aussichten positiv. Allerdings offenbart die Befragung auch Schwachpunkte, etwa in der Steuerverwaltung: Hier wird vor allem die mangelnde Zuverlässigkeit von Informationen und eine entsprechend uneinheitliche Handhabung beklagt, obwohl sicher manches seit der Einführung der „Flat Tax“ von 16 Prozent auf private Einkommen und die Gewinne der Unternehmen einfacher geworden ist.