Von Marianne Schulze
Februar 2007
... und entsprechend viele Chancen und Möglichkeiten. Auf diesen Nenner brachten die bulgarischen Teilnehmer der EXPO REAL die Situation auf dem Immobilienmarkt.
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Foto: Der Wohnungsmarkt in Bulgarien boomt. Entsprechend setzen internationale Developer verstärkt auf dieses Segment. So entwickelt beispielsweise Raiffeisen Evolution aus Österreich in Sofia an den Hängen der Vitosha-Berge einen Wohnpark mit 24 Reihenhäusern, fünf Stadtvillen und drei Einfamilienhäusern.
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Der Beitritt Bulgariens zur Europäischen Union am 1. Januar 2007 wird dem Immobilienmarkt des Landes zusätzlichen Schub verleihen. Noch sind die Renditen höher als in den etablierten europäischen Märkten, gleichzeitig verringert sich mit dem EU-Beitritt das Risiko weiter. Und obendrein sind die Rahmendaten viel versprechend. Die Wirtschaft des Landes wächst kontinuierlich um mehr als fünf Prozent, politisch und sozial ist das Land stabil, die Unternehmenssteuer liegt bei 15 Prozent und soll 2007 nochmals auf zehn Prozent abgesenkt werden, die Arbeitslosigkeit ist rückläufig, die Inflationsrate sinkt und die Einkommen steigen.
Einzelhandelsimmobilien boomen
Dass solche Bedingungen vor allem die internationalen Retailer anziehen, ist verständlich. Entsprechend sind Einzelhandelsflächen gesucht und tendiert das Angebot auf den Einkaufsmeilen in Sofia – die Boulevards Vitosha, Graf Ignatiev und Vasil Levski –, aber auch in anderen größeren Städten gegen Null. Dafür schießen moderne Shopping Center und Shopping Malls wie Pilze aus dem Boden – allein im vergangenen Jahr kamen in Sofia drei große Shopping Center auf den Markt: die Mall of Sofia mit 35.000 Quadratmeter Einzelhandels- und Entertainmentfläche, das City Center Sofia mit gut 20.000 Quadratmeter Mietfläche und das Sky City Center mit rund 26.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche. Der Trend setzt sich inzwischen auch in anderen Städten des Landes fort: So eröffnete in Veliko Tarnovo im September 2006 mit der 33.000 Quadratmeter großen Central Mall ein erstes modernes Shopping Center außerhalb der Hauptstadt seine Tore. Und nach dem European Shopping Centre Development Report von Cushman & Wakefield sollen 2007 weitere 98.000 Quadratmeter Shopping-Center-Flächen auf den Markt kommen.
Das Interesse internationaler Investoren an diesem Marktsegment ist groß. So konnte Aviv Construction, Projektentwickler der Mall of Sofia, einen Anteil von 50 Prozent an ein Konsortium unter der Führung der amerikanischen GE Commercial Finance verkaufen. Und Equest Balkan Properties, eine britische Investmentgesellschaft, die sich vor allem auf den südosteuropäischen Raum fokussiert hat, erwab das City Center Sofia für rund 95 Millionen Euro.