exporeal.net
Language English | Italian | Spanish | French | Russian
EXPO REAL 2009 | 12. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien | 5. - 7. Oktober 2009 | Neue Messe München
exporeal.net IT´S REAL BUSINESS exporeal.net
 Startseite 
 Daten & Fakten 
, ,
 Aussteller 
, ,
 Besucher 
, ,
 Presse 
, ,
 Teilnehmerdatenbank 
, ,
 Konferenzprogramm 
, ,
 Hotel & Unterkünfte 
, ,
 Anreise 
, ,
 
Ad
Hotelangebote

EXPO REAL Magazin

EXPO REAL 2009
Save the date EXPO REAL 2009

Aktuelle Meldung

Statements

EXPO REAL Photogalerie

EXPO REAL 2008 - WEB TV


ARTIKEL


USA
Sanfte Landung

Der Immobilienmarkt in den USA kühlt sich ab. Doch noch gehen die meisten Marktbeobachter davon aus, dass es eine sanfte Landung wird, kein Absturz.

Nach vier fetten Jahren legt der Immobilienmarkt in den USA eine Verdauungspause ein. Die Zeichen einer Beruhigung sind allerorten sichtbar: Am Wohnungsmarkt sinken die Verkaufszahlen, die Preise steigen langsamer als bisher, das Angebot wächst und auf einigen regionalen Märkten, die bislang zu den Hochpreisregionen gehörten, sind erste Preiskorrekturen zu beobachten. So ist in der Hauptstadt Washington D.C. in diesem Sommer erstmals seit fünf Jahren der Durchschnittspreis für Einfamilienhäuser gefallen. Diese Entwicklung zeugt davon, dass der Markt seinen Höhepunkt überschritten hat.

Schwächen auf dem Wohnimmobilienmarkt
Die meisten Marktbeobachter erwarten allerdings bislang nur einen geordneten Rückzug von den schwindelerregenden Höhen der Preise und Transaktionsvolumina, keinen Absturz. Zur Beruhigung der Nervosität beigetragen hat auch die Entscheidung der US-Notenbank am 8. August 2006. Die „Fed“ hat nach 17 Zinserhöhungen in Folge eine Pause eingelegt, weil – so eine Begründung – der Markt für Wohnimmobilien Schwächen zeigt. In Regionen, in denen die Bevölkerung und die Unternehmen wachsen – etwa im „Sunbelt“ und in Utah –, stieg nach Angaben von Marktbeobachtern die Zahl der Baugenehmigungen und der Verkäufe auch noch im ersten Halbjahr 2006, allerdings hat sich die Kurve abgeflacht. Gestiegene Zinsen und Preise in Rekordhöhe haben die Nachfrage am Wohnungsmarkt gedrosselt. Das Angebot an Häusern, die einen Käufer suchen, wächst. Während sich noch vor einem Jahr wild entschlossene Interessenten Bieterschlachten lieferten, treffen Hausbesitzer jetzt auf Käufer, die nicht mehr bereit sind, jeden Preis zu bezahlen. Nach Einschätzung der National Association of Realtors (NAR) befindet sich der Wohnungsmarkt in „einem Prozess der Stabilisierung“ mit leichten Abschlägen. Die Prognosen gehen davon aus, dass der Verkauf neuer Häuser 2006 um 12,8 Prozent auf 1,12 Millionen zurückgehen wird. Das wäre immer noch das drittbeste Ergebnis aller Zeiten.

   

Foto: Im Sommer dieses Jahres sind in Washington D.C. erstmals die Durchschnittspreise für Einfamilienhäuser gefallen. Damit hat der Wohnimmobilienmarkt nach fünf Jahren des Booms den Höhepunkt überschritten.

 

Auf den Büromärkten weichen die Investoren von den boomenden, teuren Küsten zunehmend in die Wachstumszentren des Hinterlandes aus und treiben damit auch dort die Preise in die Höhe. Besonders beliebt sind Objekte, in denen alte Mietverträge zur Verlängerung mit deutlich höheren Preisen anstehen. „Mieterhöhungen und ein höherer Vermietungsgrad sind die stärksten Preistreiber“, bestätigt Patricia Nooney, Geschäftsführerin bei CB Richard Ellis in St. Louis. Vom Transkationsvolumen her die aktivsten Märkte bleiben jedoch nach wie vor Manhattan und Kalifornien. Ein Einbruch auf dem Büroimmobilienmarkt wird vorläufig nicht erwartet, obwohl die Verkäufe etwas nachlassen. Gleichzeitig wächst auch das Flächenangebot langsamer. Eine Ausnahme ist auch hier wieder der „Sunbelt“ im Süden der USA, wo die Bevölkerung wächst – zum einen durch Einwanderung, zum andern ziehen die moderaten Preise zunehmend Menschen aus anderen Regionen der USA an – und wo sich aus den gleichen Gründen auch immer mehr Unternehmen ansiedeln.

Einzelhandelsimmobilien weiterhin „on the top“
Einzelhandelsimmobilien, im vergangenen Jahr die bevorzugten Objekte der Investoren, stehen weiterhin ganz oben auf den „Einkaufslisten.“ Vor allem die Pensionsfonds mit ihren steigenden Kapitalzuflüssen treiben die Nachfrage an. „So lange sich dieser Kapitalzufluss nicht verringert – und das wird in den nächsten anderthalb bis zwei Jahren nicht geschehen – , so lange wird auch die Nachfrage nach Investitionsobjekten im Einzelhandelsbereich stark bleiben“, fasst Stephen Williamson, Retail-Direktor bei Transwestern Commercial Services in Dallas, die Situation zusammen. Allerdings wird nach einem Anstieg der Baukosten um 30 bis 35 Prozent in den letzten zwölf Monaten das Angebot an neuen Flächen abnehmen. Dennoch bezeichnet Stephen Williamson die Aussichten für den Rest des Jahres als günstig, da die Nachfrage das Angebot übertrifft und die Mieten als auch Vermietungsquote steigen.

Ebenso kühlt der Markt für Produktions-, Lager- und Logistikflächen ab. Während sich in Städten wie Austin, Boston, Atlanta und Baltimore nach einem Bauboom die Lage entspannt und wieder mehr Flächen angeboten werden, verzeichnen Florida, die Kasino-Metropole Las Vegas sowie die pazifischen Bundesstaaten Oregon und Kalifornien immer noch eine Nachfrage, die deutlich über dem Angebot liegt. In den Hafenstädten am Pazifik, Los Angeles und Portland, sorgt der rasant wachsende Asienhandel für eine stürmische Nachfrage nach Lager- und Logistikflächen.

Neue Geschäftsideen gefragt
Doch Makler und Developer müssen sich immer mehr einfallen lassen, um Käufer für angebotene Objekte zu finden. Die „Triangle Development“ in Detroit verschickte im Sommer gelbe Postkarten und versprach darauf den Käufern von Luxus-Apartments kostenlose Leasingverträge für Chevrolet Trailblazer. Online-Auktionen erleben einen Boom, weil es schwieriger wird, Käufer zu finden. Immer öfter suchen Projektentwickler und Makler „Value-added Properties“, Immobilien, die aufgebessert oder umgenutzt und dann zu einem höheren Preis angeboten werden können. Die Advance Realty Group in Bedminster, New Jersey, kauft Land, das sie durch gezielte Lobbyarbeit in Bauland umwandelt und dann an Developer weiterreicht. Die Equis Corp. in Chicago hilft Behörden und Universitäten, Parkgaragen und Stadien zu identifizieren, die durch Verkäufe oder Sale-and-lease-back- Transaktionen gewinnsteigernd verwertet werden können. „Das vorherrschende Ziel ist heute nicht, eine Immobilien zu kaufen, sondern Einkommensströme zu schaffen“, erläutert Josh Scoville, Research-Direktor bei Property & Portfolio Research in Boston. „Der häufigste Ansatz zur Steigerung des operativen Einkommens ist, leer stehende oder nur gering genutzte Objekte zu kaufen und dann dafür Mieter aufzutreiben.“ Das ist die klassische Substitutionsstrategie in einem Markt, in dem steigende Zinsen und stagnierende Preise Druck auf die Margen ausüben. „Value-added-Käufe machen inzwischen fast ein Drittel der Transaktionen auf dem Büromarkt aus”, bestätigt Bob White, Präsident des Marktforschers Real Capital Analytics in New York.

Nachdem sich das Wirtschaftswachstum in den USA im zweiten Quartal 2006 auf 2,5 Prozent halbiert hat, wird immer öfter die Frage gestellt, wie sich eine Abkühlung des Immobilienmarktes auf die Konjunktur auswirken könnte. Ben Bernanke, der neue Fed-Chef, hat den Effekt als „orderly“ bezeichnet. Volkswirte bei Merrill Lynch gehen davon aus, dass die Korrektur am Immobilienmarkt im dritten Quartal des Jahres den Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um einen Prozentpunkt verringern kann. „Wir denken nicht, dass es ein Desaster wird, aber der negative Einfluss wird spürbar sein“, beschreibt David Wyss, Chefökonom bei Standard & Poor´s in New York, die Aussichten.

Das Thema auf der EXPO REAL 2006
Montag, 23. Oktober 2006
INVESTMENT LOCATIONS FORUM
Halle C3
16.00 bis 19.30 Uhr

American Afternoon

Für detaillierte Informationen klicken Sie hier.


Von Markus Gärtner





Weitere Artikel in dieser Rubrik:
ARTIKEL
Artikel verbergen Artikel verbergen
ANALYSE-MÄRKTE-TRENDS
INVESTITION

zurück zurück    top top drucken drucken    weiterempfehlen weiterempfehlen
Copyright © 2008 Messe München GmbH, All rights reserved. open.org

 
Diese Seite:
drucken drucken
weiterempfehlen weiterempfehlen
Newsletter Newsletter
kontakt Kontakt
sitemap Sitemap
impressum Impressum
Suche in...
 STICHWORTSUCHE  go
 TEILNEHMERDATENBANK  go
 Unternehmenssuche
 Teilnehmersuche
Stichwortsuche
Firma
Nachname
PLZ / Ort / Land
/
Land
Halle
 KONFERENZPROGRAMM  go
:-) my.exporeal.net
Username 
Passwort 
Passwort vergessen? 
Jetzt registrieren!
i Alles über my.exporeal.net
Andere Messeseiten