Wie exklusiv ist AFIRE?
James A. Fetgatter: AFIRE ist eine Organisation nur für Mitglieder, und die Teilnahme an den Meetings ist auf die Mitgliedsunternehmen beschränkt. Um die Vertraulichkeit dieser Meetings zu garantieren, gibt es weitere Restriktionen bei der Zahl der Personen, die jedes Mitgliedsunternehmen schicken darf. Immobilienberatungsunternehmen können als assoziierte Mitglieder aufgenommen werden, sofern sie bestimmte Kriterien erfüllen. Auch hier gibt es eine zahlenmäßige Beschränkung, um ein bestimmtes Verhältnis zu den institutionellen Mitgliedern zu erhalten. Außerdem muss ein institutionelles Mitglied die assoziierte Mitgliedschaft unterstützen. Kanzleien und Wirtschaftsprüfer können „Supporting Members“ werden, allerdings ist ihre Zahl auf 25 beschränkt.
Sie sind seit langem mit AFIRE verbunden. Was waren die größten Veränderungen in dieser Zeit?
James A. Fetgatter: Ich wurde 1992 Chief Executive. Damals hatte AFIRE eine negative Bilanz und verlor viele der ursprünglichen japanischen Aktivisten aus den 80er Jahren. Kurz darauf wurde das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen den USA und den Niederlanden geändert und viele niederländische Pensionsfonds begannen, in US-amerikanische REITs zu investieren. Meine Aufgabe war es, einerseits die Mitgliederbasis zu erweitern, anderseits AFIRE auch für Organisationen attraktiv zu machen, die sich auf indirekte Investments fokussiert hatten. Glücklicherweise kamen mir Mitte der 90er Jahre die Deutschen zu Hilfe.
AFIRE hat gerade ihre jüngste Studie „International Real Estate Investors Outline New Strategies for 2007 and Beyond“ durchgeführt. Wer wurde befragt und was haben die Immobilienmärkte zu erwarten?
James A. Fetgatter: Eine Zusammenfassung der neuen AFIRE Foreign Investment Survey wurde kürzlich veröffentlicht. Es ist die 15. Befragung, die wir jährlich unter den AFIRE-Mitgliedern durchführen. Die Teilnehmer der Studie stehen für Investitionen in Immobilien von rund 600 Milliarden US-Dollar weltweit und für 185 Milliarden US-Dollar in den USA. Ein Ergebnis ist, dass die generell eher konservativen Anleger bereit sind, höhere Risiken einzugehen, um ihre Investitions- und Renditeziele zu erreichen. Etwa die Hälfte der strategischen Anlagen richtet sich nach wie vor auf die USA, doch wächst die Zahl derer, die in die „emerging markets“ in Asien und Osteuropa gehen.