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EXPO REAL 2008 | 11. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien | 6. - 8. Oktober 2008 | Neue Messe München
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Unterschiede und Gemeinsamkeiten

So sehr die genannten Faktoren für die nordischen Märkte in ihrer Gesamtheit gelten, so unterschiedlich sind die Länder zu sehen. Die Irrtümer beginnen oftmals schon bei der falschen Verwendung des Begriffs „skandinavisch“: Zu Skandinavien gehören lediglich Schweden und Norwegen, sowie – durch etwas Wasser getrennt – Dänemark und Island. Finnland ist eigentlich eine Welt für sich, die (teilweise) zwar über Jahrhunderte hinweg zu Schweden gehörte – daran erinnern heute noch die in Helsinki und einigen anderen Orten zweisprachigen Straßenschilder –, mittlerweile aber auch eine mehr als nur geographische Nähe zu den baltischen Staaten, insbesondere zu Estland, aufweist. Estland, Lettland und Litauen ihrerseits fühlen sich – teilweise durch den Emanzipationsprozess von Russland weg begründet – eher der nordischen als der östlichen Welt zugehörig. Und wenn man von den Ostseeanrainerstaaten spricht, so gehören neben den bereits genannten Ländern auch Deutschland, Polen und die Russische Föderation dazu.

So differenziert die nordische Welt ist, so sehr ist sie aber auch miteinander verbunden. Ein symbolhafter Ausdruck dieser Verbundenheit ist die mittlerweile seit einigen Jahren fertig gestellte Öresundbrücke, die als Eisenbahn- und Straßenbrücke Dänemark und Schweden miteinander verbindet: Vom schwedischen Malmö aus ist die dänische Hauptstadt Kopenhagen schneller zu erreichen als die eigene Hauptstadt Stockholm.

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Foto: Helsinki bietet durch seine zahlreichen Stadtentwicklungs- und Erneuerungsprojekte interessante Perspektiven für Investoren. So entsteht in direkter Nähe an das bereits abgeschlossene Projekt Ruohalahti auf dem ehemaligen Hafengelände ein neues innerstädtisches Quartier.

Dänemark und Schweden, aber auch Finnland waren nach der Statistik der Europäischen Union noch in diesem Frühjahr Spitzenreiter bei der Erfüllung der Maastricht-Kriterien. So sehr dieser Wert die drei Länder eint, so unterschiedlich sieht es jedoch bei der genaueren Betrachtung des Siegerpodests aus. Denn Schweden ist mit rund 9,1 Millionen Einwohnern und 450 Quadratkilometer Fläche das mit Abstand größte der drei nordischen Länder. Finnland kommt auf 5,4 und Dänemark auf 5,3 Millionen Einwohner, doch verfügt Finnland mit 338 Quadratkilometern Fläche über fast acht Mal mehr Fläche als Dänemark, das 43 Quadratkilometer umfasst. In Norwegen wiederum leben rund 4,6 Millionen Menschen auf einer Fläche von 324 Quadratkilometern. Bei der Betrachtung der Hauptstädte und der umliegenden Regionen liegt Stockholm mit rund 1,9 Millionen Einwohnern ungefähr gleichauf mit Kopenhagen mit 1,8 Millionen, gefolgt von Helsinki mit rund 1,2 Millionen und Oslo mit rund einer Million Menschen.

Das gewerbliche Transaktionsvolumen 2006 beziffert Catella für Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden auf zusammen rund 30,6 Milliarden Euro. Das ist im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren ein neuer Rekord. „Diese Summe entspricht ungefähr einem Marktanteil von 13 Prozent im gesamten europäischen Raum“, erklärt Johan Ericsson, der in Stockholm ansässige Chief Executive der Catella Property Group. Der Löwenanteil entfällt auf Schweden mit 14,5 Milliarden Euro. Nur noch etwa halb so groß ist das Transaktionsvolumen in Norwegen 7,8 Milliarden Euro –, das den zweiten Platz einnimmt, gefolgt von Finnland mit 5,5 und Dänemark mit 2,8 Milliarden Euro. In allen vier Ländern bedeutet dies eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Höchst unterschiedlich nimmt sich jedoch der Anteil internationaler Investoren aus: Lag dieser 2006 in Dänemark und Finnland mit 50 beziehungsweise 54 Prozent bei ungefähr der Hälfte, so beträgt der Anteil internationaler Investoren in Schweden nur 39 Prozent und in Norwegen lediglich ein Prozent. „No way to Norway“ möchte man meinen, aber dafür gibt es keinen Grund, denn das Land verfügt über eine Menge hervorragend kapitalisierter Investoren wie auch über einige Immobilien, die durchaus verkauft werden würden. Und nach den Berechnungen von IPD Investment Property Database lag der „income return“ 2006 bei Büro und Einzelhandel bei 6,7 Prozent, bei der Berechnung des „Capital Growth“ wurden für Büros sogar „Returns“ von 10,8 und für den Einzelhandel von 9,1 Prozent ermittelt. Diese Werte unterscheiden sich nicht grundlegend von denen für Dänemark und Schweden.

 


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