Von Marianne Schulze
Mai 2007
Der Klimawandel ist inzwischen eine Tatsache. Da er durch den steigenden CO2-Ausstoß bedingt ist, steht derzeit die Frage im Vordergrund, wie man diesen CO2-Ausstoß so weit wie möglich reduzieren kann. Doch nachhaltige Entwicklung beinhaltet deutlich mehr.
Die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit ist keineswegs neu. Bereits 1972 verwies der Club of Rome auf die „Grenzen des Wachstums“. Hinzu kam kurz darauf die Erdölkrise, die in Deutschland unter anderem ein Sonntagsfahrverbot mit sich brachte. Damals schlug auch die Geburtsstunde der Umweltschützer und „Grünen“. Doch als sich der Energiemarkt wieder entspannte, war dieser erste Schock rasch verdrängt und wurden alle, die weiterhin mehr Nachhaltigkeit forderten und sich für einen schonenden Umgang mit der Umwelt stark machten, als weltfremde Ökofreaks abgestempelt. Steigende Produktivität und wachsender Konsum – so lautete immer noch das Credo, Umweltschutz war da eher ein „Störfaktor“.
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Dennoch – ganz ohne Auswirkungen blieben die Überlegungen des Club of Rome nicht. 1987 entwickelte die UNKommission für Umwelt und Entwicklung das Leitbild der „Nachhaltigen Entwicklung“; 1992 hat sich die internationale Staatengemeinschaft auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro zu diesem Leitbild bekannt und sich mit der Agenda 21 ein globales Aktionsprogramm gegeben, das auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene umgesetzt werden soll.
Zahlreiche kleine und auch größere Schritte wurden bisher getan, doch vieles geschah weitgehend auf freiwilliger Basis. Jetzt zeigt der inzwischen unabwendbare Klimawandel, der in seinen Auswirkungen allenfalls nur noch abgeschwächt werden kann, dass der Handlungsbedarf deutlich größer als bisher angenommen ist. Selbst in den USA, wo sich die Politik noch immer gegen internationale Klimaschutzabkommen ausspricht, ist die Wirtschaft generell und die Immobilienwirtschaft im Besonderen längst dabei, über Klima schonende Maßnahmen nachzudenken.