Von Dr. Thomas Beyerle
Mai 2007Die grenzüberschreitenden Investitionen haben im vergangenen Jahr ein neues Rekordniveau erreicht. Den prozentual größten Zuwachs an internationalen Direktinvestitionen verzeichneten die asiatischen Märkte, aber auch der europäische und insbesondere der deutsche Immobilienanlagemarkt profitierten von dem Investitionsboom.
 |
Quelle: Jones Lang LaSalle; Stand: 2007
|
Robuste Wirtschaftsdaten, hohe Unternehmensgewinne, Zinsen auf relativ niedrigem Niveau, reichlich vorhandene Liquidität in den Finanzmärkten sowie die weiter zunehmende Transparenz als Folge abnehmender Zutrittsbarrieren auf den weltweiten Immobilienmärkten sorgen dafür, dass die Investitionen in gewerbliche Immobilienanlagen rund um den Globus den Rekordwert aus dem Jahr 2006 bis zum Ende dieses Jahres erneut übertreffen werden. Nach Schätzung von DEGI Research werden im Jahr 2007 rund 390 Milliarden USDollar direkte gewerbliche Immobilieninvestitionen registriert. Jones Lang LaSalle nennt für 2006 einen Wert von etwa 201 Milliarden US-Dollar. Rechnet man die vor allem in den nordamerikanischen, europäischen und asiatischen Staaten getätigten Investitionen in Wohnimmobilien hinzu, erhöht sich dieser Wert auf 595 Milliarden US-Dollar. Doch ungeachtet, wie genau die Werte ausfallen – der Anlageappetit der Investoren wird anhalten.
Wie schon im Vorjahr, entfällt erwartungsgemäß das Gros der gewerblichen Immobilieninvestitionen auf die nordamerikanischen und europäischen Märkte, die einen Anteil von rund 46 beziehungsweise 40 Prozent auf sich vereinigten.
Vom Wirtschaftsboom in den asiatischen Staaten profitierten auch die dortigen Immobilienmärkte, die – wie bereits im Vorjahr – die höchsten Zuwächse (plus 43,1 Prozent) bei den direkten Investitionen in Höhe von 67,5 Milliarden US-Dollar verzeichnen konnten.