Von Marianne Schulze
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Städte sind durch die hohe Verdichtung grundsätzlich nachhaltiger als in das Umland ausgreifende Einfamilienhaus-siedlungen. Allerdings entscheidet sich vor allem in den Städten, ob die Klimaschutzziele erreicht werden können.
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Zwar stellt niemand mehr die Notwendigkeit eines ökologisch nachhaltigen Handelns in Frage, doch lautet (nicht nur) in der Immobilienwirtschaft das Argument noch häufig „unwirtschaftlich“. Möglicherweise gefährdet aber gerade diese Haltung den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg.
Das Thema Klimawandel ist derzeit in aller Munde, und die vergangenen Sommerwochen gaben eine Ahnung davon, was uns erwartet: Während die einen in Gluthitze fast umkommen und unter Wassermangel leiden, versinken die anderen in (Regen-)Fluten. Und selbst in Breiten, in denen man weder das eine noch das andere Extrem erleben musste, verursachten heftige Stürme und Unwetter Schäden und allgemeines Unbehagen. Einig sind sich alle darin, dass es „fünf vor zwölf“ und damit höchste Zeit ist, unsere bisherige, wenig nachhaltige Lebensweise zu ändern. Doch Erkenntnis ist eine Sache, Umsetzung oftmals eine ganz andere.
Entscheidende Branche: die Immobilienwirtschaft
Grundsätzlich betrifft die Forderung nach mehr Nachhaltigkeit jeden einzelnen und alle Branchen, also auch die Immobilienwirtschaft. Architekten, Facility Manager, Bauingenieure, Haustechniker und Bauunternehmen beschäftigen sich auch schon länger mit dem Thema, doch Investoren haben häufig noch erheblichen Nachholbedarf. Dabei dürfte gerade auch für sie das Thema zunehmend an Brisanz gewinnen.
Vorab ein paar Zahlen: Bleibt man nur beim Ausstoß des Treibhausgases CO2, das als Verursacher des Klimawandels gilt, so werden davon in Europa allein mindestens 25 bis 30 Prozent, in den USA etwa 40 Prozent, durch Gebäude im Betrieb produziert – durch Heizung, Kühlung, Stromverbrauch. Hinzu kommt noch, was für Produktion und Transport des Baumaterials und der Gebäudeausstattung sowie am Ende des Lebenszyklus für Abriss und Entsorgung des Materials an Energie nötig ist. Auch diese Energie muss in die Bilanz einfließen. Die Verpflichtung, den CO2-Ausstoß bis 2020 EU-weit um durchschnittlich mindestens 20 Prozent zu verringern, setzt voraus, künftig Gebäude – Bürogebäude, Wohnhäuser, Einzelhandelsimmobilien, Krankenhäuser, Produktionsflächen oder was auch immer – zu entwickeln, die zumindest im Betrieb eine ausgeglichene Energiebilanz aufweisen, also nicht mehr verbrauchen als sie produzieren.