Von Christiane Harriehausen
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In den neuen EU Mitgliedsländern rechnen Investoren bei Hotelimmobilien – im Bild das „Palace“ in Prag – langfristig mit einer nachhaltig positiven Entwicklung.
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Das Thema auf der EXPO REAL 2007 Montag, 8. Oktober 2007 SPECIAL REAL ESTATE FORUM Halle C3; 10.00 bis 17.50 Uhr
Hospitality Industry Dialogue
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Lange Zeit waren Hotelinvestments einer kleinen Gruppe von Spezialisten vorbehalten. Doch hoher Kapitaldruck und noch immer recht attraktive Renditen bescheren dem Hotelinvestmentmarkt einen bislang unbekannten Boom.
Der große Kapitalansturm auf Immobilien hat dem Hotelmarkt zu weiteren Höhenflügen verholfen. Immer mehr Investoren sehen vor allem die interessanten Wachstumspotenziale in diesem Segment, die es mit Hilfe professioneller Manager zu heben gilt. Kein Wunder, dass sich bei manchen Kapitalanlegern in den vergangenen Jahren das Image vom Hotel als risikoreiche Betreiberimmobilie gewandelt hat und sich die Hotelinvestmentmärkte auf der ganzen Welt sehr dynamisch entwickeln.
In Europa bleibt vor allem in Deutschland sowie in Mittel- und Osteuropa das Interesse der Investoren an Hotelimmobilien groß. In Deutschland wurden allein im ersten Halbjahr 2007 rund 1,4 Milliarden Euro in Hotelimmobilien investiert. Etwas zurückhaltender zeigen sich die Investoren derzeit in Großbritannien. „In London bleiben die Zimmerpreise und die durchschnittliche Zimmerbelegung zwar hoch. Das Wachstum hat sich jedoch insgesamt verlangsamt und die Renditen sind inzwischen teilweise bei vier Prozent oder sogar darunter angekommen. Damit ist der Markt eher etwas für strategische Käufer mit einer mittel- bis langfristigen Perspektive“, führt Christoph Härle, Managing Director des internationalen Immobilienberatungsunternehmens Jones Lang LaSalle Hotels (JLL), aus. Zwar sind auch in Deutschland die Renditen unter Druck geraten, liegen aber mit 5,25 bis 6,5 Prozent immer noch über denen in anderen westeuropäischen Staaten. Das lockt die Käufer, die zu rund 90 Prozent aus dem Ausland kommen.
Auch in den Ländern Mittel- und Osteuropas, vor allem aber in Russland, sehen Investoren Chancen. Allerdings gibt es zwischen den einzelnen Märkten deutliche Unterschiede. „In Mittel- und Osteuropa haben sich die Renditen inzwischen bei sechs bis sieben Prozent eingependelt. In Russland dagegen kommt das immer noch höhere Risiko hinzu, so dass die Renditen bei acht bis neun Prozent liegen“, berichtet Christoph Härle. Während Investoren in den neuen EUMitgliedsländern wie Polen und Tschechische Republik von stabilen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen ausgehen und langfristig mit einer nachhaltig positiven Entwicklung rechnen, lockt Russland vor allem die weniger risikoscheuen, opportunistischen Kapitalanleger. Allerdings erwirbt diese Käufergruppe im Regelfall keine Projekte, sondern nur Bestandsobjekte, und sichert sich den Markteintritt häufig über strategische Partnerschaften mit lokalen Immobilienunternehmen und Projektentwicklern.
Bei allen Unterschieden gibt es auf allen europäischen Märkten eine signifikante Gemeinsamkeit: Das Angebot ist knapp, die Nachfrage nach wie vor hoch. Vor allem Portfolios stehen in der Käufergunst weit oben. Nach Angaben von JLL wechselten in den ersten sechs Monaten in Europa Hotelportfolios im Wert von rund 6,5 Milliarden Euro den Besitzer, weitere 2,5 Milliarden Euro flossen in Einzeltransaktionen.