Weiterhin positive Aussichten
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Zunehmend gehen Investoren mit umfangreichen Hotelportfolios dazu über, auf diese Immobilien spezialisierte Managementteams aufzubauen. Denn nach wie vor verlangen Hotelinvestments ein hohes Maß an Spezialwissen.
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Kein Wunder, dass bei solchen Summen die Frage laut wird, ob die Investoren nicht nur im großen Stil Geld ausgeben, sondern ihr Kapital auch zielgerichtet anlegen. Denn Hotels sind Spezialimmobilien, für die entsprechendes Fachwissen erforderlich ist, weil nicht nur die Lage und die Immobilie selbst, sondern vor allem das Konzept und der Betreiber über den wirtschaftlichen Erfolg entscheiden. Daher bauen bedeutende Investoren wie beispielsweise Morgan Stanley inzwischen eigene Hotelteams auf. Ziel ist es, erfahrene Fachleute aus der Industrie ins Unternehmen zu holen, um die Hotelbestände strategisch zu managen und Potenziale zu heben. Veränderungen sind auch auf der Finanzierungsseite zu beobachten. Banken zeigen inzwischen ein deutlich größeres Interesse, sich auf dem Hotelmarkt zu engagieren. „Vor ein paar Jahren galten Hotels in Bankenkreisen noch vor allem als Möglichkeit, schnell viel Geld zu verlieren“, beschreibt Christoph Härle den Wandel. Allerdings gibt es für Finanzierungen von Hotels auch klare Spielregeln, wie Helmut Mühlhofer, Chef der Hotelfinanzierung bei der Aareal Bank, berichtet. „Für uns als finanzierende Bank gelten die gleichen Auswahlkriterien wie für den Investor, allerdings müssen wir uns zusätzlich fragen, mit wem wir es auf Investorenseite zu tun haben“, beschreibt er die Vorgehensweise aus Bankensicht. Daher hat er auch klare Vorstellungen von den Projekten, die er finanzieren würde. „Vereinfacht dargestellt, konzentrieren wir uns auf Business-Hotels in Stadtlagen mit einem renommierten Management. Als Portfoliobeimischung dienen ausgewählte und meist sehr hochwertige Resort-Hotels“, erläutert Helmut Mühlhofer.
Insgesamt beurteilt er den Hotelinvestmentmarkt positiv, sieht aber aufgrund des steigenden Transaktionsvolumens, sinkender Renditen und einer immer größeren Zahl von Marktteilnehmern auch erste Anzeichen für eine mögliche Überhitzung. Dennoch ist er zuversichtlich. „Die Preise sind hoch, aber zugleich steigen auch die Konjunkturaussichten in den meisten Ländern. Daher haben sich die Belegungsraten und Zimmerpreise der Hotels zum Teil sehr gut entwickelt und rechtfertigen die hohen Kaufpreise“, unterstreicht Helmut Mühlhofer. Das sei seit dem vergangenen Jahr verstärkt auch in Deutschland zu spüren und erkläre das große Interesse vor allem ausländischer Kapitalanleger. „In diesem Zusammenhang ist allerdings das Neubauvolumen zu beachten. Ein zu großer Bauboom bei Hotels könnte den positiven Trend schnell wieder stoppen“, gibt er zu bedenken.