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EXPO REAL 2009 | 12. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien | 5. - 7. Oktober 2009 | Neue Messe München
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Verständlich, dass die Immobilienwirtschaft mit wächst und wachsen will – die heimische und die internationale. Im Jahr 2006 wurden Investments in Redkordhöhe getätigt, und zwar in allen Segmenten des Marktes: Außer auf Büroimmobilien erstreckten sich die Investments vor allem auf Einzelhandelsimmobilien, aber auch auf die Segmente Logistik und Hotels. Dieser Trend setzt sich im laufenden Jahr fort und wird sich noch steigern. Ein Ende des Appetits auf Investments in Immobilien ist jedenfalls nicht in Sicht. Sowohl für Projektentwickler als auch für Investoren – und somit auch für verwandte Branchen – erweist sich Russland als ein gigantisches Betätigungsfeld. Dabei lassen sich im wesentlichen drei Gruppen identifizieren: Zum einen sind es heimische beziehungsweise lokale Marktteilnehmer, die das Geschehen weitestgehend bestimmen, die zweite Gruppe umfasst russische Unternehmen und Personen, die vom Ausland aus agieren – einer der Gründe, warum bei den Auslandsinvestitionen Zypern immer wieder weit oben auf der Liste der Herkunftsländer steht –, und zum dritten sind es international agierende Player, die auf dem russischen Markt schon Fuß gefasst haben oder noch fassen wollen. Aus Europa lassen sich zu den aktuellen Markteintritten derzeit die Eurohypo AG, die bereits im vergangenen Jahr ein Büro in Moskau eröffnet hat, und auch Aberdeen Property Investors zählen, die dieses Jahr ein Büro in Sankt Petersburg eröffnet haben.

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Sankt Petersburg hat in jüngster Zeit durch das Projekt Gazprom-City von sich reden gemacht. Bei allem Für und Wider – dieses gigantische Projekt wird dem Immobilienmarkt der Stadt neue Impulse geben.

 

Schon seit längerem und auch in großem Umfang sind auch die Österreicher in Russland aktiv. Allen voran ist sicherlich die ImmoEast zu nennen, die mit dem oben erwähnten Investment in das Moskauer Einzelhandelsprojekt GoodZone ihr Russlandportfolio auf mittlerweile 17 Objekte mit insgesamt 753.000 Quadratmetern Nutzfläche aufgestockt hat – einschließlich der indirekten Engagements über die Immobilienunternehmen TriGránit, Eastern Property Holdings Ltd. sowie Fleming Family & Partners, an denen die ImmoEast beteiligt ist. Aber auch andere Player aus Wien wie zum Beispiel die CA Immo International AG, die vor kurzem in das Projekt Maslov Tower in Moskau eingestiegen ist und den Russlandanteil in ihrem Portfolio weiter steigern will, oder die Warimpex AG, die sich in Sankt Petersburg engagiert, gehören dazu. Einer der jüngsten in der Runde ist die Europolis Real Estate Asset Management, die zwar erst vor Strategien und Vorgehensweisen sind dabei so vielfältig wie das Land selbst mit seinen insgesamt elf Zeitzonen. Strukturell sind direkte neben indirekten Investitionen anzutreffen. Wenden sich die einen ausschließlich einem ihnen vertrauten Marktsegment wie zum Beispiel dem Einzelhandel oder der Logistik zu, halten sich vor allem opportunistisch orientierte Investoren verschiedene Möglichkeiten offen. Geographisch konzentrieren sich die meisten internationalen Player nach wie vor auf die Hauptstadt Moskau und die Oblast, die Region Moskau, die mit 46.100 Quadratkilometer Fläche, knapp sieben Millionen Einwohnern und fast 20 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern größer als die Schweiz oder die Niederlande ist. Andere agieren in Sankt Petersburg, wieder andere hat es schon längst an weitere Standorte gezogen. So umfasst beispielsweise das Portfolio von Meinl European Land auch Einzelhandelsobjekte und -projekte in Nischni Nowgorod, Ufa, Rostow am Don, Jekaterinburg, Rjasan, Kasan und Wolgograd. Auch die ECE, die ein Büro in Moskau unterhält, ist auf dem Markt für Shopping Center zunächst in Jaroslawl und in Rjasan eingestiegen.

In Zukunft werden sich sicherlich weitere große internationale Namen mit Engagements in Russland einfinden – auch manche, die derzeit noch abwarten oder immer noch sondieren. Parallel dazu werden sich die Professionalität und auch die Internationalität russischer Marktteilnehmer weiter entwickeln. Zusammen betrachtet, dürfte dies zu einem Immobilienmarkt führen, der sich zwar ständig wandelt, aber in seinen Dimensionen und mit seinen Chancen einzigartig bleiben wird. Und die Chancen bestehen nicht nur für wenige Große, sondern auch für eine Vielzahl kleiner und mittlerer Marktteilnehmer.




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