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Nicht nur an Morgan Stanley hat InterContinental seine Hotel-immobilien verkauft. Auch die UBM und Warimpex konnten im Juni 2007 ihre Anteile an dem InterContinental in Warschau auf 50 Prozent erhöhen.
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Hohes Potenzial: unternehmenseigene Immobilien
Doch Investoren müssen deshalb nicht verzweifeln – zumindest noch nicht. Obwohl weltweit tätige Beratungsunternehmen immer wieder darauf hinweisen, dass enorme Ströme von Kapital auf der Suche nach Immobilienanlagen sind, gibt es noch genügend Potenzial für neue Produkte – so die Aussage von Nick van Ommen, scheidender CEO der European Public Real Estate Association EPRA. Nach Untersuchungen der in Amsterdam beheimateten Organisation verfügen allein in Europa Unternehmen über eigene Immobilien mit einem zugrunde liegenden Wert von rund sieben Billionen Euro. Diese unternehmenseigenen Immobilien sind ein Schatz, der noch gehoben werden kann. „Auch wenn nur ein Bruchteil davon auf den Markt kommt, sind die Summen, um die es hier geht, gewaltig“, betont Nick van Ommen.
Der Hotelsektor hat deutlich gezeigt, wie unternehmenseigene Immobilienwerte aktiviert werden können. Weitere Sektoren werden folgen. So geht bereits eine wachsende Zahl von Einzelhandelsunternehmen in diese Richtung. Einer der ersten war die französische Einzelhandelskette Casino, Tesco in Großbritannien, KarstadtQuelle in Deutschland und Coop in Schweden folgten. In den vergangenen Monaten haben sowohl Carrefour als auch Sainsbury wiederholt für Schlagzeilen gesorgt, als die Aktionäre über die Immobilienportfolios abstimmten. Diese Entwicklung wird sich auch auf andere Branchen ausweiten. „In allen Bereichen – ob pharmazeutische, erdölverarbeitende oder chemische Unternehmen – wird das Management zunehmend unter Druck geraten, das Geld der Aktionäre für das Kerngeschäft und nicht für Immobilien zu nutzen“, erläutert Nick van Ommen.
Wenn es um die Ausgliederung von unternehmenseigenen Immobilien geht, liegt Europa deutlich hinter den USA. Dort halten lediglich 25 Prozent der Unternehmen noch eigene Immobilien, in Europa dagegen sind es 75 Prozent. Allerdings sehen Nick van Ommen und andere Marktbeobachter für europäische Unternehmen inzwischen auch den Zeitpunkt gekommen, sich von ihren Immobilien zu trennen, denn noch lässt sich der größtmögliche Nutzen aus dem Investmentboom ziehen. Zunehmend setzt sich bei Unternehmen auch die Einsicht durch, dass – sollten sie selbst ihre Immobilien nicht veräußern – es früher oder später Private Equity Unternehmen für sie tun werden. Was das bedeutet, zeigt das Beispiel des niederländischen Retailers Vendex: Das Unternehmen besaß in den Niederlanden flächendeckend Ladengeschäfte. Durch die Ausgliederung dieser Immobilien und die Übernahme des Portfolios hat der Käufer KRR den Rest des Unternehmens umsonst dazubekommen.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass innerhalb Europas Deutschland das größte Potenzial für die Hebung unternehmenseigener Immobilienwerte hat. Nick van Ommen schätzt es auf rund 100 Milliarden Euro. Er weist darauf hin, dass es in Deutschland inzwischen auch das Vehikel des Real Estate Investment Trusts REIT gibt, der diese Entwicklung zusätzlich fördern wird.