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EXPO REAL 2009 | 12. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien | 5. - 7. Oktober 2009 | Neue Messe München | Sonntag, 23. November 2008 Dies ist die Druckversion aus dem Angebot exporeal.net Zum Ausdrucken benutzen Sie bitte den Button Ihres Browsers. |
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![]() ARTIKEL Einzelhandel
Center-Boom Die EXPO REAL 2005 hat es gezeigt: Shoppingcenter sind in Deutschland weiter auf dem Vormarsch. Auch die Einzelhandelsszene zeigt sich nach wie vor dynamisch. Die generelle Richtung heißt Expansion. Rund 1500 Geschäfte, 350.000 Quadratmeter Verkaufsfläche, 2,4 Milliarden Euro Das Vertrauen in immer neue und immer größere Verkaufsflächen ist ungebrochen – und das, obwohl die Umsätze im Einzelhandel laut Statistischem Bundesamt seit über zehn Jahren real nicht mehr gestiegen, seit 2002 sogar nominell rückläufig sind. 2004 sanken die Einzelhandelsumsätze um 1,6 Prozent, für 2005 prognostiziert der Hauptverband des deutschen Einzelhandels HDE einen weiteren Rückgang um 0,7 Prozent auf 362 Milliarden Euro. Eine geradezu gegenteilige Entwicklung nahmen die Verkaufsflächen: Sie sind nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels BAG selbst in den schwierigen Jahren zwischen 2001 und Ende 2004 von 108 Millionen Quadratmetern auf 112,8 Millionen Quadratmeter gestiegen.
2005 war von spektakulären Transaktionen geprägt: Die britischen Investoren Dawnay, Day Group und Hilco Ltd. haben fast 500 Millionen Euro für die 74 kleinen Karstadt-Häuser bezahlt. Curzon/IXIS AEW hat sich für über 100 Millionen Euro die 21 Salamander-Standorte einverleibt. Der kanadische Investor Ivanhoe Cambridge hat sich mit rund 450 Millionen Euro an drei Shoppingcentern (Paunsdorf Center Leipzig, Zwickau Arcaden, Wilmersdorfer Arcaden) der Essener mfi AG beteiligt. Auch das Thema Factory-Outlet-Center sorgt für Schwung. Gerade wurden die Designer-Outlets Zweibrücken an die belgische Trading Places SA verkauft. Die bisherigen Eigentümer Outlet Centres International OCI mit Sitz in London sowie eine private deutsche Beteiligungsgesellschaft kassierten nach eigenen Angaben „mehr als 50 Millionen Euro.“ Vor einigen Wochen erfolgte der erste Spatenstich für die Erweiterung des Outlets um 6.000 auf insgesamt 17.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Für die meiste Furore auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt sorgen zweifelsohne die Shoppingcenter. Nach Angaben des Kölner EuroHandelsinstitut EHI gibt es in Deutschland inzwischen 363 Shoppingcenter mit einer durchschnittlichen Fläche von 31.360 Quadratmetern. Das bedeutet seit 2002 einen sprunghaften Anstieg – damals gab es insgesamt 279 Shoppingcenter. Dennoch liegt Deutschland im europäischen Vergleich bei der Dichte der Shoppingcenter noch immer lediglich im Mittelfeld. Zurück in die Innenstädte Diese Zahl hat die Hamburger ECE längst überschritten. 82 Shoppingcenter managt die ECE bereits, auf der EXPO REAL konnte Geschäftsführer Klaus Striebich potenziellen Mietern 13 weitere Standorte vorstellen, unter anderem in Hannover, Braunschweig, Hameln, Heilbronn und Oldenburg. Groß und ambitioniert zeigt sich auch FrankfurtHochVier, ein Vorhaben der MAB Projektentwicklung in der Bankenmetropole. Vor kurzem erfolgte der erste Spatenstich, jetzt werden bis Herbst 2008 rund 800 Millionen Euro investiert, ein großer Teil davon in 48.000 Quadratmeter neue Verkaufsfläche. Mit rund 40.000 Quadratmetern ähnlich dimensioniert ist das so genannte Überseequartier, das zum Shopping-Herzstück des neuen Hamburger Stadtteils HafenCity werden soll. Die Eröffnung ist zwar erst für 2011 geplant, doch wurde es bereits auf der EXPO REAL vorgestellt. Deutlich früher, schon im kommenden Frühjahr, eröffnet der neue Berliner Hauptbahnhof-Lehrter Bahnhof, mit dem die Deutsche Bahn erstmals mit einem 15.000 Quadratmeter umfassenden Shoppingbereich an den Start geht. Vergleichbares ist in Dresden geplant, wo in drei Jahren zeitgleich mit dem Bahnhof 12.000 Quadratmeter Verkaufsfläche neu eröffnet werden sollen. Die starke Frequenz eines Bahnhofs will sich auch der portugiesische Centerbetreiber Sonae Sierra zunutze machen. Nach jahrelangen Verzögerungen will man im kommenden Jahr in Dortmund nun endlich loslegen. Voraussichtlich im Frühjahr 2009 sollen 36.000 Quadratmeter Verkaufsfläche eingeweiht werden. Bereits zwei Jahre früher will das Unternehmen sein gleich großes Prestigeobjekt „Alexa“ am Berliner Alexanderplatz eröffnen. Filialisten auf Expansionskurs Den Shoppingcenter-Entwicklern kommt diese Dynamik zupass. Aber die Filialisten folgen ihnen längst nicht blind, die meisten bevorzugen nach wie vor ein frei stehendes Geschäft in 1a-Lage, allein des Markenauftritts wegen. Wenn sie sich für ein Center entscheiden, sind ihre Anforderungen hoch. Dazu gehören in erster Linie moderne Handelsflächen, ein ausgewogener Branchenmix, professionelles Centermanagement sowie ein kraftvolles Marketing. Und natürlich muss die Lage stimmen, müssen ausreichend Parkplätze vorhanden und die Verkehrsanbindung optimal sein. Skepsis angebracht Impressionen
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