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EXPO REAL 2009 | 12. Internationale Fachmesse für Gewerbeimmobilien | 5. - 7. Oktober 2009 | Neue Messe München | Sonntag, 23. November 2008 Dies ist die Druckversion aus dem Angebot exporeal.net Zum Ausdrucken benutzen Sie bitte den Button Ihres Browsers. |
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![]() ARTIKEL RUSSISCHE FÖDERATION
Privjet, Rossija Von Andreas Schiller
Den Satz, dass die EXPO REAL in ihrer gesamten Entwicklung und in ihrer jeweiligen alljährlichen Gestaltung das Geschehen auf den Immobilienmärkten widerspiegele, hört man oft. Für die Immobilienmärkte der Russischen Föderation und deren internationale Aufmerksamkeit trifft der Satz uneingeschränkt zu. War es zunächst „nur“ die Stadtregierung Moskau, die mit ihrem damaligen „Bodenkomitee“ und einem kleinen Stand an der internationalen Fachmesse für Gewerbeimmobilien teilnahm, folgte alsbald die Stadtregierung Sankt Petersburg. Nach und nach vergrößerten sich die Stände – allen voran der von Moskau –, denn mehr und mehr öffentliche Institutionen, aber auch private Unternehmen präsentierten sich in München. Schließlich kamen weitere Städte und Regionen als Aussteller und Besucher dazu. Auf der diesjährigen EXPO REAL zeigen Moskau mit einem unübersehbaren Auftritt und 14 Ausstellern, Sankt Petersburg mit ebenfalls stark vergrößerter Standfläche, aber auch die Region Moskau (Moskau Oblast) sowie die russischen Städte Jekaterinburg und Kasan sowie Tjumen als Aussteller Präsenz. In ganz Russland und darüber hinaus agierende Unternehmen wie die Renova Stroygroup oder RIGroup runden das von Jahr zu Jahr wachsende Spektrum ab. Diese Entwicklung spiegelt punktgenau die Wahrnehmung der Russischen Föderation in der internationalen Immobilienwirtschaft wider. Denn auch hier galt das Interesse vor rund zehn Jahren in erster Linie Moskau, nur einige Pioniere wagten sich auch nach Sankt Petersburg. Doch inzwischen ziehen außer den beiden größten Metropolen der Russischen Föderation nicht nur das Umland von Moskau, sondern auch viele andere der zahlreichen Millionenstädte Russlands mehr und mehr Aufmerksamkeit auf sich. Und es ist nicht bei Interessensbekundungen und Marktsondierungen geblieben. Zahlreiche und in der Summe von Jahr zu Jahr wachsende Immobilieninvestments zeugen von dem Vertrauen und der Zuversicht, die heimische und internationale Player in die Immobilienmärkte Russlands setzen. Jüngstes und vielleicht spektakulärstes Beispiel ist die bisher größte Einzelinvestition der in Österreich beheimateten ImmoEast: Der Kauf des Einkaufszentrums GoodZone in Moskau. Mit 146.000 Quadratmetern Fläche und einer Gesamtinvestitionssumme von rund 450 Millionen Euro gehört GoodZone, das Ende 2008 fertig gestellt sein soll, zu den größten Einzelhandelsprojekten in der russischen Hauptstadt – Zahlen, die zu den Dimensionen Moskaus und der Russischen Föderation insgesamt passen. Denn immerhin leben in der Hauptstadt des mit rund 17 Millionen Quadratkilometern flächenmäßig größten Landes dieser Welt mehr als zehn Millionen Menschen. In der zweitgrößten Stadt Sankt Petersburg sind es mehr als 4,5 Millionen, in Jekaterinburg und Kasan mehr als eine Million. Insgesamt umfasst Russland 15 Städte mit mehr als oder annähernd einer Million Einwohnern sowie 25 Städte mit mehr als oder annähernd 500.000 Einwohnern. Doch Flächen- und Bevölkerungszahlen allein sind keine wirtschaftlichen Kennziffern. Aber auch diese können sich sehen lassen. Das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg – je nach Rechnung und Lesart – von 6,5 bis 6,8 Prozent und steht damit in der Tradition des kontinuierlichen Wachstums seit 1998. Aktuell korrigierte der Internationale Währungsfonds IWF seine Wachstumsprognose für Russland sogar nach oben. Im Juli 2007 hieß es, Russlands Wirtschaft expandiere derzeit um sieben Prozent. Russlands Finanzminister Alexej Kudrin hält sogar die Überschreitung der Sieben-Prozent-Marke für möglich. Entsprechend zieht Russland ausländisches Kapital an. Im ersten Halbjahr 2007 waren es umgerechnet rund 27,3 Milliarden Euro, und bezieht man den Wertpapiermarkt mit ein, kommt man sogar auf die Summe von 33,4 Milliarden Euro. Die wichtigsten Herkunftsländer sind Großbritannien, Zypern, die Niederlande und Luxemburg. Bei den Gesamtzahlen ist jedoch zu bedenken, dass es sich sowohl um wirkliche ausländische Investitionen als auch um solche handelt, die von Russen unter ausländischen Firmennamen und -konstruktionen durchgeführt wurden. Aber dennoch oder gerade: Besonders das Engagement der eigenen Landsleute beweist Vertrauen. Den größten Zufluss verzeichnete dabei die Einzelhandelsbranche – nahe liegend, wenn man bedenkt, dass Wirtschaftswachstum üblicherweise auch eine höhere Kaufkraft impliziert. Weitere Artikel in dieser Rubrik:
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