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19. September 2017

EXPO REAL-Teilnehmer wollen koordinierte EU-Finanz- und Wirtschaftspolitik

  • 1.575 Messeteilnehmer auf Entscheider-Ebene nahmen am ersten EXPO REAL Stimmungsbarometer teil
  • Meinungsbild der Immobilienbranche zur Rolle der EU, zu Digitalisierung, Zinspolitik, attraktiven Investitionszielen


Der Immobilienbranche geht es gut und sie rechnet damit, dass die Zinspolitik den Boom weiter begünstigt. Deutschland ist mit Vorsprung der beliebteste Markt, großes Interesse besteht an Gesundheits- und Pflegeimmobilien, die Digitalisierung gewinnt an Gewicht, zum Brexit zeigt sich Gelassenheit – und die Finanz- und Wirtschaftspolitik in der EU sollte stärker koordiniert werden. Das sind die Kernaussagen des ersten EXPO REAL Stimmungsbarometers.

„1.575 Messe-Teilnehmer auf Entscheider-Ebene haben an der Online-Umfrage teilgenommen“, erklärt Klaus Dittrich, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München. Das Meinungsforschungsinstitut IfaD hat die Befragung im Juli im Auftrag der Messe durchgeführt. „Die EXPO REAL ist das führende Netzwerk der europäischen Immobilienwirtschaft. Unser Ziel war es, mit der Umfrage ein aussagekräftiges Meinungsbild zur Stimmung in der Branche zu gewinnen.“

EU soll Finanz- und Wirtschaftspolitik stärker koordinieren
Das EXPO REAL Stimmungsbarometer zeigt, dass die Immobilienbranche sowohl der EU als auch dem Euro positiv gegenübersteht. Eine Auflösung der EU und die Rückkehr zu landeseigenen Währungen werden von über 90 Prozent der Befragten als nicht erstrebenswert betrachtet. Im Gegenteil: Die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) ist der Meinung, dass eine koordinierte Finanz- und Wirtschaftspolitik wünschenswert wäre, und mehr als die Hälfte (58 Prozent) sprach sich für einen EU-Finanzhaushalt und EU-Finanzminister aus.

Entspannung beim Thema Brexit
Löste die Entscheidung für den Brexit zunächst einige Schockwellen aus, hat sich die Lage inzwischen deutlich entspannt. Nur ein Fünftel der befragten Unternehmen spürt direkte Auswirkungen, 13 Prozent haben ihre Strategie den Gegebenheiten angepasst. Die Mehrheit dagegen geht ihren bisherigen Geschäften völlig unbeeindruckt weiter nach.

Positive Einschätzung der künftigen Zinsentwicklung
Die niedrigen Zinsen waren bisher ein Treiber der positiven Entwicklung auf den Immobilienmärkten. Hier rechnet die überwiegende Mehrheit der Befragten (97 Prozent) in diesem und im nächsten Jahr nicht mit einer radikalen Wende, sondern allenfalls mit einem moderaten Anstieg – und der kann nach allgemeiner Einschätzung vom Markt ohne große Verwerfungen aufgefangen werden.

Digitalisierung gewinnt an Gewicht
Zwar gilt die Immobilienbranche als eher konservativ, doch fast einhellig (91 Prozent) sehen die Befragten Potenziale bei digitalen Produkten und Services und knapp die Hälfte (47 Prozent) bietet solche Produkte und Services bereits auch an. Fast ebenso hoch (44 Prozent) ist der Anteil derer, die mit spezialisierten Technologie-Unternehmen oder Start-ups bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle zusammenarbeiten. Mit anderen Worten: Die Digitalisierung der Immobilienwirtschaft schreitet zügig voran.

Die Top 10 der interessantesten Märkte für Investitionen
Bei den Befragten stehen eindeutig die europäischen Märkte und die USA als Investitionsziele im Vordergrund. Vielleicht wenig verwunderlich, dass Deutschland ganz weit oben steht, mit deutlichem Abstand folgen die Nachbarländer Österreich und Schweiz und Benelux. Gleichauf liegen Mittel-, Ost- sowie Südosteuropa und Frankreich. Unmittelbar darauf folgen die USA, Südeuropa, die Nordischen Länder sowie Großbritannien und Irland. Und schaut man nach Asien, so ist China der Favorit.

Hohes Interesse an Gesundheits- und Pflegeimmobilien
Die Frage nach den Nutzungsarten mit dem größten Bedeutungszuwachs fördert klare Favoriten zu Tage: Nr. 1 sind Wohnimmobilien. Würde man die drei Segmente gefördertes, normales und luxuriöses Wohnen zusammenziehen, kommt die Befragung sogar auf einen Nettowert von 85 Prozent. Nr. 2 sind Gesundheits- und Pflegeimmobilien, Nr. 3 Logistik.

Die Rallye geht weiter
Nahezu alle Befragten gehen davon aus, dass die in Immobilien investierten Geldsummen in diesem und im nächsten Jahr weiter steigen oder doch zumindest auf gleichem Niveau bleiben werden. Generell blickt die Branche demnach weiter positiv in die Zukunft.


Die vollständigen Infografiken des EXPO REAL Stimmungsbarometers finden Sie in der rechten Spalte.

 
 
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Atrium im Eingang West Messe München

EXPO REAL toppt alle Rekorde

Die EXPO REAL 2017 toppt alle bisherigen Rekorde. Die Stimmung in der Branche ist positiv und gleichzeitig achtsam.

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